Was uns beschäftigt

Große Themen und Herausforderungen

Angesichts von rapiden technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen ist der Blick in die Zukunft für moderne Organisationen überlebenswichtig. Oft werden zukünftige Entwicklungen im öffentlichen Sektor jedoch nicht so intensiv diskutiert wie in der Wirtschaft. Als Strategieberater beschäftigen wir uns mit den Herausforderungen der Zukunft. Mit unseren Kunden diskutieren wir darüber, wie sich ihre Organisationen weiterentwickeln müssen.

Veranstalter klassischer Musik müssen sich mit ihrem Publikum auseinandersetzen, da es immer älter wird. Welcher Zukunftshypothese ist zu folgen: dem Alterseffekt, der parallel zur demographischen Entwicklung verläuft und der die künftige Auslastung sicherstellt? Oder dem Generationseffekt, der ein nachlassendes Interesse vorhersagt? Wie können sich Veranstalter auf Veränderungen des Publikums einstellen, flexibel bleiben und neue Zielgruppen für sich gewinnen?

Wenn die Anzahl der Museen in Deutschland stärker steigt als die Besuchszahlen, wird die durchschnittliche Anzahl der Besuche pro Museum sinken. Ist dann die permanente Sammlungspräsentation attraktiv genug? Welche Konsequenzen für das Programm, für die wissenschaftliche Arbeit, für die Vermittlung ergeben sich? Kann die derzeitige Organisation mit den Anforderungen wachsen? Ist die Finanzierung ausreichend?

Deutschland besitzt eine einmalige Dichte an Theatern. Öffentliche Theater verstehen sich aus ihrer Tradition heraus als Orte des gesellschaftlichen Diskurses. Wie können sie vom Publikum heute als aktuell und relevant erfahren werden? Erlauben Strukturen und Prozesse die erforderliche Agilität? Wie kann die notwendige finanzielle Planungssicherheit gewährleistet werden?

Festspiele und Festivals konzentrieren Kulturangebote unter einem Thema und schaffen Querverbindungen zwischen Genres und Sparten. Schöpfen sie alle Möglichkeiten aus, sich mit der Region zu verbinden und sie zu repräsentieren? Die Abhängigkeit von privaten Mittelgebern wird künftig weiter zunehmen. Sind die Fundraising- und Sponsoringkonzepte darauf ausgerichtet? Lösen Festivals ein Überangebot aus? Werden sie zum Ersatz für ein ganzjähriges Programmangebot?

Museen, Konzerthäuser und Theater sind Treffpunkte einer Stadtgesellschaft. Die Entscheidung, eine Kulturveranstaltung zu besuchen, wird immer stärker vom Ort beeinflusst: seiner Ästhetik, seinen Begleitangeboten, seiner Willkommenskultur. Sind die Voraussetzungen für eine hohe Aufenthaltsqualität gegeben? Sind die Anforderungen der Nutzer erfüllt? Bieten jahrelange Sanierungsstaus jetzt die Gelegenheit, die Immobilie grundsätzlich neu zu denken?

Die akademische Selbstverwaltung ist ein wertvolles Gut und gleichzeitig eine Herausforderung. Können die verschiedenen Gremien schnell und entschieden genug handeln, wenn strategische Richtungsentscheidungen zu treffen sind? Die Arbeit mit Drittmitteln muss für Hochschulen heutzutage Teil des Kerngeschäfts sein. Werden die Wissenschaftler*innen in der Pre-Award Phase so unterstützt, dass genug Mittel akquiriert werden?

Die Medienlandschaft und das Mediennutzungsverhalten verändern sich massiv. Rundfunkanstalten stehen vor der Herausforderung, ihren öffentlichen Auftrag immer wieder neu und zeitgemäß zu interpretieren. Wie grenzen sie sich von den privaten Anbietern ab? Welche Plattform- und Contentstrategien sind erfolgversprechend? Welche Rolle von traditionellen Rundfunk-Klangkörpern ist künftig sinnvoll und vermittelbar?

Das Informationsmonopol, das Bibliotheken jahrhundertelang innehatten, gehört der Vergangenheit an. Eine zentrale Grundidee bleibt auch im 21. Jahrhundert stark und notwendig: neutrale, verlässliche und kostenfrei zugängliche Wissensvermittlung. Bibliotheken entwickeln sich zu sogenannten Dritten Orten. Wie etablieren sie sich als lebendige Teile einer informierten Zivilgesellschaft und einer integrativen und aufgeklärten Demokratie?

Von der öffentlichen Verwaltung wird mehr als früher erwartet, dass sie transparent handelt und Bürger*innen partizipieren lässt. Entscheidungsträger*innen stehen hier vor ganz neuen Herausforderungen. Wie lässt sich intelligent erfassen und verständlich kommunizieren, was mit öffentlichen Geldern erreicht wird? Werden die Mittel in den Institutionen effektiv genug verwendet? Wie weit geht eine sinnvolle Partizipation?