Vom 24. bis 26. Juli 2026 fand im Rahmen des Menuhin Festival Gstaad der „The Summit“ statt, der als internationaler Think Tank zur Zukunft von Kunst, Kultur und klassischer Musik konzipiert wurde. Auf Einladung von Intendanten Daniel Hope hielt Peter Gartiser, Gründer und Partner von METRUM, eine Keynote mit dem Titel „Warum Kunst und Kultur wichtig sind – und wie wir über ihren Wert sprechen können“.
Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage, wie sich die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst und Kultur heute begründen lässt. Peter Gartiser plädierte dafür, den Diskurs stärker auf den intrinsischen Wert von Kunst und Kultur und weniger ausschließlich auf messbaren Nutzen auszurichten. Angesichts wachsender finanzieller und politischer Herausforderungen für die Kulturförderung in vielen Ländern argumentierte der Vortrag für einen differenzierteren Blick auf die Wirkung kultureller Angebote. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung individueller Erfahrungen: Kunst und Kultur schaffen Räume für Inspiration, Identitätsbildung, Gemeinschaft und Resonanz, die sich nicht vollständig messen oder funktional begründen lassen. Wenn unterschiedliche Stakeholder unterschiedliche Werte fokussieren, gilt es, gerade die weniger sichtbaren Erfahrungen im Blick zu behalten. Gerade diese Offenheit macht den Wert des – intrinsischen und individuellen – Kulturerlebnisses aus.
Der Summit brachte führende Persönlichkeiten aus Kultur, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie zusammen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Grammophon, der Philharmonie Essen, des Opernhauses Zürich und der Tonhalle Zürich. Für METRUM bot die Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch über die Zukunft von Kulturinstitutionen und die Rolle von Kunst und Kultur in einer sich wandelnden Gesellschaft.